Kreditwissen-Glossar

Bei den Begriffen Annuitätendarlehen, Disagio und Restschuld verstehen Sie nur Bahnhof? Damit ist jetzt Schluss! In unserem Kreditwissen-Glossar erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Kredite.

A

Annuitätendarlehen
Ein Annuitäten­darlehen ist ein Kredit, der in gleich­bleibenden monatlichen Raten zurück­­gezahlt wird.

Abzahlung/Rückzahlung
Bei Kredit­abschluss werden die Details der Abzahlung genau fest­gelegt. Dazu gehören Kredit­­summe und -lauf­zeit, Zins­satz, Raten­­höhe und Raten­­anzahl sowie der Beginn der Zahlungen.

B

Barkredit
Bei einem Barkredit wird die Kredit­summe entweder bar ausgezahlt oder auf das Giro­­konto des Kunden überwiesen.

Bonität
Die Bonität gibt an, ob eine Person beziehungs­­weise ein Unter­­nehmen zahlungs­fähig ist, sprich: die Raten zuverlässig abbezahlen kann.

Bürgschaft
Im Fall einer Zahlungs­­unfähig­keit über­nimmt eine Person (der Bürge) die Rück­zahlung des Kredits an den Kredit­geber.

D

Darlehen
Ein Darlehen ist ein Vertrag, bei dem ein Kredit­geber einem Kredit­­nehmer Geld für einen bestimmten Zeit­raum und zu bestimmten Konditionen leiht.

Deckung
Bei einem Zahlungs­ausfall „deckt“ das Vermögen des Kredit­nehmers die offenen Forderungen des Kreditinstituts. Das heißt, es geht in entsprechender Höhe der noch ausstehenden Raten in dessen Besitz über.

Disagio
Fällt bei einer Kreditvergabe ein Disagio (eine umsatz­abhängige Gebühr) an, wird das von dem eigentlichen (Nenn-)Wert des Kredits abgezogen. Die ausgezahlte Kredit­summe ist also geringer.

Dispositionskredit/Dispo (eingeräumte Konto­überziehung)
Gerät ein Girokonto in die roten Zahlen, deckt der Dispositions­kredit (eingeräumte Konto­überziehung) bis zu einer Ober­grenze das Minus. Dieser hat in der Regel einen höheren Zins­satz als ein Raten­kredit.

E

Effektiver Jahreszins / Effektivzins
Der effektive Jahreszins erfasst neben dem Soll­zins alle anfallenden Kosten eines Kredits pro Jahr. Die Angabe des effektiven Jahres­zinses stellt sicher, dass der Kredit­nehmer einen Überblick über die kompletten Kosten eines Kredits hat.

Eigenkapital
Das Eigenkapital umfasst alle verfügbaren Vermögens­werte eines Kredit­nehmers.

Einkommens­nachweise
Wollen Angestellte einen Kredit aufnehmen, müssen sie in der Regel die drei letzten Gehalts­abrechnungen (Einkommens­nachweise) vorlegen, um ihre Zahlungs­fähigkeit zu beweisen.

I

Insolvenz/Privatinsolvenz
Sind Privat­personen oder Firmen zahlungs­unfähig, können sie ihren Zahlungs­verpflichtungen nicht mehr nachkommen – und sind damit insolvent. Andere Begriffe sind Konkurs oder Bankrott.

K

Konsumkredit
Diese Form des Raten­kredits ist (im Gegensatz zum Immobilien­kredit) nicht zweckgebunden. Er wird meist für Objekte des täglichen Gebrauchs (wie etwa Fernseher, Waschmaschine oder auch eine Reise) genutzt.

Kreditoptimierung/Umschuldung
Bei der Umschuldung werden ein oder mehrere Kredite in einen neuen Kredit überführt. Häufig geschieht dies, um die monatlichen Raten zu senken. Das kann zu einer längeren Laufzeit der Rückzahlung führen.

Kredit­versicherung/Rest­schuld­versicherung/Rest­kredit­versicherung
Die Rest­schuld­versicherung über­nimmt die weiteren Kredit­zahlungen, wenn der Kredit­nehmer selbst sie wegen Arbeits­losig­keit, Arbeits­unfähig­keit oder Tod nicht mehr aufbringen kann.

Kreditvertrag
Er regelt alle Konditionen (wie Höhe, Kosten und Laufzeit) zwischen Kreditgeber und -nehmer.

Kündigung
Der Schuldner kann einen Rest­kredit­betrag vorzeitig zurück­zahlen. Dafür nutzt er entweder eigenes Kapital oder er löst den noch bestehenden Betrag mit einem neuen Kredit ab (Umschuldung). Dabei können aber Kosten (wie die Vorfällig­keits­entschädigung) entstehen.

L

Laufzeit
Bis zum vereinbarten Ende einer Lauf­zeit muss der Schuldner den Kredit samt Zinsen zurückzahlen.

N

Nettokreditbetrag
Der Netto­kredit­betrag ist die Summe, die dem Schuldner nach abgeschlossenem Kredit­vertrag (etwa nach Abzug des Disagios) tatsächlich zur Verfügung steht.

O

Online-Kredit
Online-Kredite werden über das Internet beantragt, abgeschlossen und direkt auf das Girokonto des Kredit­nehmers überwiesen.

R

Rate/Ratenkredit/Ratenfinanzierung
Ein Ratenkredit wird über eine fest­gelegte Lauf­zeit in gleich­bleibenden Raten zurückgezahlt. Die Rate besteht aus Tilgung (Rückzahlung des Netto­kredit­betrags) und Zinsen.

Restschuld
Dabei handelt es sich um die Kredit­summe, die nach Lauf­zeit­ende noch nicht getilgt ist oder aber die Summe, die aktuell besteht.

S

Schufa/ „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“
Die Schufa ermittelt bestimmte Daten (Scoring) eines Kredit­nehmers, um seine Zahlungs­fähigkeit einschätzen zu können.

Schufafreie Kredite
Die sogenannten schufafreien Kredite oder Kredite ohne Schufa sind nicht wirklich ohne Einblick­nahme in die Schufa. Sie werden bei schlechterer Bonität zu höheren Zins­sätzen vergeben.

Scoring/Score
Scoring ist ein statistisches Verfahren, um mit der Abfrage bestimmter zahlungs­relevanter Angaben die Kredit­würdig­keit ­beziehungs­weise Bonität eines Kredit­interessenten zu ermitteln.

Sondertilgung
Mit Extrazahlungen unabhängig der vorher vereinbarten Raten können Schuldner ihren Kredit schneller tilgen. Die Möglich­keit, Sonder­tilgungen zu entrichten, muss im Kredit­vertrag fest­gelegt sein.

T

Tilgung
Die Rückzahlung der reinen Kredit­summe (ohne Zinsen).

V

Vorfälligkeits­entschädigung
Je nach Kredit­vertrag kann ein Kredit­institut bei vorzeitiger Kündigung bzw. Umschuldung eines Kredits für entfallende Einnahmen eine Vorfällig­keitsent­schädigung in Rechnung stellen.

Z

Zins
Geld zu leihen, kostet Geld: den Zins. Seine Höhe wird im Kredit­vertrag geregelt.

Zinsfest­schreibung/Zins­bindung
Mit der Zins­bindung wird eine bestimmte Zins­höhe für einen fest­gelegten Zeit­raum vertraglich garantiert.